Chiang Mai

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Im Norden Thailands befindet sich die fünftgrößte Stadt des Landes – Chiang Mai. Sie gilt als wichtiges Zentrum für Wirtschaft und Kommunikation. Aber auch für die wunderschöne Umgebung, die sie umgibt, ist sie bekannt. Deshalb wird die Stadt von den Thais auch als „Rose des Nordens“ bezeichnet. Die Zeiten sind vorbei, wo Chiang Mai von Bangkok aus nur über Elefantenpfade erreicht werden konnte. Heute ist die Strecke mit gut ausgebauten Autobahnen verbunden und auch ein Flug, der von der Hauptstadt aus eine knappe Stunde dauert, ist möglich.

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Chiang Mai ist verhältnismäßig klein und überschaubar. Der alte Stadtkern in der Mitte ist voller alter Tempel und zahlreichen Unterkünften für Reisende. Die sind hier sehr gut untergebracht, ist es doch der entspannte und ursprüngliche Teil der Stadt. Außerhalb dieses Kerns findet sich das kommerzielle Chiang Mai mit Geschäften, Hotels, Restaurants und Bars.

Über 300 Tempel gibt es in Chiang Mai zu bewundern und diese stellen damit die Hauptsehenswürdigkeiten dar. Der älteste Tempel der Stadt stammt aus dem Jahr 1297, heißt Wat Chiang Man und befindet sich im Nordosten der Altstadt. Weitere sehenswerte Tempel im alten Stadtkern sind Wat Phra Singh, Wat Chedig Luang und Wat Chet Yot. Interessant ist auch Wat Umong. Besonders an ihm sind die Katakomben unterhalb des Tempels, in denen die Mönche in der Vergangenheit zur Meditation ihre Zeit verbrachten. Ein kleiner Zoo gehört zum Tempel und auch wer sich in Meditation üben möchte, ist hier willkommen. Schon von der Ferne sichtbar ist der Buddha, der zum Wat Prahat Doi Kham gehört, welcher etwas südwestlich außerhalb der Stadt liegt. Die Buddha-Statue ist ungefähr 20 m hoch.

Auch wer genug von den vielen Tempeln hat, wird sich in Chiang Mai nicht langweilen. Er hat die Möglichkeit, verschiedene Museen zu besuchen: das Chiang Mai National Museum aus dem Jahr 1973, das Chiang Mai City Arts and Cultural Centre oder das Chiang Mai University Art Museum. Im Sbun-Nga Textile Museum gibt es eine Ausstellung mit mehr als 1.000 Kleidungsstücken aus ganz Südostasien. Interessant ist außerdem das Tribal Research Center, wo man viel über die Kultur und Geschichte der Bergvölker erfahren kann. Der Tribal Market, der hier an jedem ersten Samstag im Monat stattfindet, bietet Tanzvorführungen sowie den Verkauf von Kleidung und Kulinarischem. Das Hmong-Dorf in Chiang Mai ist leider relativ überfüllt an Touristen, ist aber eine gute Möglichkeit, die Kultur der Bergvölker ein wenig kennen zu lernen und Souvenirs zu erwerben.

Skurril ist der Ausländer-Friedhof (Foreign Cemetery), auf dem sich Gräber von ehemaligen europäischen und amerikanischen Bewohnern Chiang Mais befinden.

Freunden von Flora und Fauna steht der Botanische Garten in der Nähe der Universität, der städtische Zoo und das Chiang Mai Aquarium zur Verfügung. Etwas außerhalb der Stadt befindet sich ein Zoo und Freizeitpark mit dem Namen Chiang Mai Night Safari. Dieser ist für Tierfreunde eher keine Freude, weil hier die Lebensbedingungen der Tiere einfach erbärmlich sind.

Empfehlenswert wiederum ist der Night Market von Chiang Mai. Er findet jeden Sonntag statt und zieht sowohl Bewohner als auch Besucher der Stadt gleichermaßen an. Hier gibt es Produkte aus der Region, Textilien sowie Lebensmittel zu kaufen. Auch findet man hier gute Mahlzeiten zu fairen Preisen.